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am 4. Oktober

Wie machen wir Braunau zukunftsfit?

Gabi Forster, David Stögmüller - Gemeinden und Städte stehen vor großen Aufgaben. Massive Zunahme des PKW-Verkehrs, knapper und teurer Wohnraum, Abwanderung in die großen Ballungsräume, verwaiste Stadt- und Ortskerne. Und nicht zuletzt die Frage, wie gehen wir mit unserer wertvollsten Ressource, dem Boden, um und wie wollen wir die Energieversorgung der Zukunft managen.

Wir Grüne wollen uns diesen Herausforderungen stellen und die erforderliche soziale, ökologische und wirtschaftliche Modernisierung aktiv mitgestalten. 

Mobilität 

Eine der größten Herausforderungen in der Stadt Braunau ist der massive und belastende Transitverkehr durch den Stadtplatz. Einen Lösungsansatz dafür sehen wir in einer Begegnungszone.

Der erste Schritt zu weniger Verkehr und mehr Lebensqualität in der Innenstadt ist jedoch aus Grüner Sicht ein Verkehrskonzept für die Stadt, das alle wichtigen Bereiche moderner und nachhaltiger Mobilität beinhaltet. Attraktive und sichere Rad- und Gehwege, besonders zu den Schulen, den Citybus und Maßnahmen für die E-Mobilität.

Genauso wie praktische und sichere Radabstellanlagen und überdachte Citybushaltestellen.

Der Citybus in Braunau hat sich bewährt. 2016 sind 54.161 mehr Fahrgäste mit dem Citybus gefahren als noch vor fünf Jahren. Eine Steigerung um mehr als ein Drittel ruft geradezu nach Ausbau.
Aus unserer Sicht wichtig, wäre hier ein Samstagsbetrieb und eine Citybus-Linie zwischen Braunau und Simbach. Braunau und Simbach wachsen immer mehr zusammen. Das soll auch beim Öffentlichen Verkehr so sein. 

Wir Grünen setzen uns dafür ein, dass jede/r in Braunau sicher, umweltfreundlich und gesund mobil sein kann und dafür die besten Bedingungen vorfindet. Dabei gibt es bereits Erfolge wie der lang geforderte und gerade im Bau befindliche, durchgehende Radweg an der Konrad Meinl-Straße.

Bahnhof: Wir setzen uns für eine Park & Ride Anlage, Fahrradabstellanlagen und einen barrierefreien Zugang ein.  

Gesellschaft und Familie

Die Rahmenbedingungen in Städten und Gemeinden, vor allem im ländlichen Raum, müssen besonders für Frauen dringend verbessert werden.  
Auf der Suche nach Ausbildung und Berufschancen siedeln junge Frauen ab und kommen oft nicht mehr zurück.

Wir müssen und werden uns darum kümmern. Um Ausbildungs- und Arbeitsplätze, flexible Kinderbetreuungseinrichtungen, leistbaren Wohnraum, kurze Arbeitswege. Denn mit den jungen Frauen geht auch die nächste Generation.

David Stögmüller:

Ein Punkt der mir persönlich sehr am Herzen liegt ist, die Stadt Braunau fit für alle Bürger/innen zu machen. Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, älteren Menschen und Kindern. Auch hier haben wir große Herausforderungen. Es gehört gemeinsam mit den Betroffenen erhoben, wo genau die Barrieren sind und wie diese beseitigt gehören. Die Statistik spricht für sich. In Braunau werden die über 80 Jährigen bis 2025 um 22,7 Prozent ansteigen und die Zahl der Pflegebedürftigen um 31,2 Prozent. Den Trend, dass dabei die älteren Menschen länger zuhause bleiben wollen, muss die Stadtgemeinde erkennen und handeln.

Umwelt- und Bodenschutz 

Erholungsräume in Braunau bewahren, auch vor dem Autoverkehr. Aktuelles Beispiel: Begehrlichkeit nach Parkplätzen beim Motorikpark im Naherholungsgebiet.

Wir dürfen im Sinne der Lebensqualität nicht zulassen, dass unsere Städte und Ortschaften weiter aussterben und der Bodenverbrauch weiter unkontrolliert und ohne nachhaltige Planung zunimmt. Wir müssen gegensteuern. Jährlich werden in Österreich Flächen in der Größenordnung von 10.000 Fußballfelder verbaut. Trotzdem wird weiter an den Ortsrändern gebaut – Billa in Ranshofen.

Wo und wie gebaut wird, das ist entscheidend für uns und für die kommenden Generationen. Wir brauchen endlich eine Baukultur, die darauf Rücksicht nimmt und dazu klare Leitlinien, die auch umgesetzt werden. Hier braucht es von Seiten des Bundes endlich entsprechende Initiativen.

Eine Möglichkeit entgegenzusteuern, sehen wir Grünen in den baukulturellen Leitlinien des Bundes: Diese wurden neu überarbeitet und Ende Juni im Baukultur-Beirat beschlossen. Aus den beschlossenen Leitlinien müssen entsprechende Gesetze hervorgehe

Grüner Erfolg: Jahrelang haben wir Grünen einen Verzicht auf Glyphosat gefordert. Endlich ist es soweit und Glyphosat wird auf den Flächen der Stadtgemeinde nicht mehr verwendet. Das ist für uns Grüne wichtig, denn wir wollen eine gesunde Stadt mit gesundem Boden und chemiefreien Grundwasser.

Erneuerbare Energie

Beim Thema Energie sind wir in Braunau gut aufgestellt. Da sind wir beinahe schon zukunftsfit.

Das ist zu einem großen Teil der Beharrlichkeit von unseren Gemeidneräten und Ersatzgemeinderäten Manuel Parfant, Oskar Bertl und Sepp Ortner zu verdanken. 

2012 wurde auf Initiative der Grünen Gemeinderatsfraktion ein modernes Gesamtenergiekonzept beschlossen. In Braunau bekannt als GEK. Es legt die Ziele für eine moderne, umweltfreundliche Energiezukunft fest: Intelligent Energie und Geld sparen und erneuerbare Energieformen wie Sonne, Holz und Erdwärme nutzen.

Laufend und konsequent werden die beschlossenen Projekte umgesetzt.
Alle sechs gemeindeeigenen Schulen sind Solarschulen. Ebenso sind die Kindergärten Haselbach, Süd und Ranshofen mit Solarpanelen ausgestattet.
Aktuell wurden das Rathaus und weitere gemeindeeigene Gebäude an das Erdwärmenetz angeschlossen. Die Stadt spart damit 740.000 Kilowattstunden Heizenergie aus Öl, Gas und Strom.
Die Sportanlage Laab wurde mit der ersten LED-Flutlichtanlage Österreichs ausgestattet.
Und der neue Gebäudekomplex Bauhof-Gärtnerei wird ab diesem Winter mit Biomasse heizen.



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