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am 22. Dezember 2019

Parkhaus Braunau – Ein Fass ohne Boden

Manuel Parfant - Parkhaus Braunau - eine Kostensteigerung von knapp 30%!

Braunau. In letzter Zeit war Ruhe rund um das Parkhaus Braunau eingekehrt, doch nun liegen die Ergebnisse der Ausschreibung vor. Ging die Machbarkeitsstudie im Jahr 2016 noch von Errichtungskosten in der Höhe von 3,4 Mio. € aus, betragen diese in der Zwischenzeit 4,4 Mio. €. Eine Kostensteigerung von knapp 30%!

 

Die erste Machbarkeitsstudie ging noch von Errichtungskosten in der Höhe von 3,4 Mio. € und einem Baubeginn im Jahr 2018 aus. Ende 2019 ist ein Baubeginn noch immer nicht absehbar, doch die Kosten explodieren bereits jetzt. Nach der Ausschreibung steht nun fest, dass das Krankenhausparkhaus um mindestens 1 Mio. € teurer werden wird als ursprünglich angenommen.

 

„Trotz einer Kostensteigerung von knapp 30% hält die Stadtgemeinde Braunau weiterhin an einem Projekt fest, das viel kostet, sehr viel zerstört und nur wenig bringt.“, ist GR DI Manuel Parfant, Obmann des Umweltausschusses, verärgert. „Andere Städte investieren derzeit viel Geld, um die Innenstädte zu begrünen und damit die Temperaturen zu senken. Braunau geht hier genau den umgekehrten Weg und betoniert eine zentral gelegene Parkanlage mit einem Parkhaus zu. In Zeiten des Klimawandels und jährlich steigenden Temperaturen ist dies grob fahrlässig und völlig unverständlich“, fügt GR DI Manuel Parfant hinzu.

 

Am kommenden Donnerstag soll in der Gemeinderatssitzung die Finanzierung beschlossen werden. „Augenscheinlich ist die Kostensteigerung der Stadtgemeinde auch nicht ganz geheuer, da der Beschluss im vertraulichen Teil erfolgen soll. Nach der Einbringung von 70 ha Wald in den Industriepark Braunau-Neukirchen und dem Verkauf von 28 ha Wald an die AMAG, ist das nun der dritte weitreichende Punkt, der hinter verschlossenen Türen beschlossen werden soll.“, ist GR DI Manuel Parfant verärgert.

 

„In Zeiten des Klimawandels ist es für die Grünen Braunau ein No-Go eine zentral gelegene Grünzone für ein Parkhaus zu opfern, das nur rund 100 zusätzliche Parkplätze schaffen und somit das Parkplatzproblem des Krankenhauses nicht lösen wird. Besonders sauer stößt uns auf, dass der Beschluss unter Ausschluss der Bevölkerung erfolgen soll. Wir werden daher weder der Behandlung im vertraulichen Teil noch der Finanzierung zustimmen.“, betont GR DI Manuel Parfant.

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