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am 22. Februar

Gartenfreuden.

Elke Gapp Gemeindegruppen-Sprecherin - Nicht mehr allzu lange dauert es hoffentlich, dass wir uns über das frische Grün des Frühlings freuen können. Und über die beginnende Gartensaison. Hier einige Tipps für naturnahes Gärtnern.

Ein naturnaher Garten tut Mensch, Tier und Umwelt besonders gut. Foto: Dr. Werner Gamerith
Foto: Dr. Werner Gamerith

Ein Garten erfreut Körper, Geist und Seele und kann auch als Lieferant für Obst, Gemüse, Kräuter und andere Köstlichkeiten dienen. Wer einige Dinge beachtet, kann außerdem der Umwelt und Artenvielfalt vor der eigenen Haustür etwas Gutes tun.

Die Auswahl der Pflanzen

Einheimische Zier- und Nutzpflanzen sind weniger krankheits- und schädlingsanfällig als exotische Exemplare. Auch Pflanzenstärkungsmittel können helfen, Pflanzen gesund zu erhalten. Geeignete Kräuter zur Herstellung von pflanzenstärkenden Auszügen sind zum Beispiel Brennnessel, Beinwell, Kamille, Rainfarn, Ackerschachtelhalm. 

Der Boden

Kennen sie den ph-Wert Ihres Bodens oder welche Spurenelemente er enthält?
Eine Bodenuntersuchung gibt Aufschluss darüber und kann unnötige oder falsche Düngung verhindern. Pflanzen können auch durch ein Zuviel an Düngung geschädigt werden oder leichtlösliche Stickstoffdünger werden ins Grundwasser ausgeschwemmt.

Kompost, Mist oder organischer Dünger aus dem Fachhandel sind ausreichend.
Die Verwendung von torffreier Erde trägt zur Erhaltung von Moorlandschaften mit ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt bei.

Biologisches Gleichgewicht

Im Garten gibt es unzählige kleine Helfer. Käfer und Insekten vertilgen Blattläuse und anderes im Garten unerwünschtes Getier. Bienen und Hummeln bestäuben unsere Obstbäume, Vögel und Igel helfen die lästigen Nacktschnecken zu dezimieren.

Gartenbesitzer/innen können Nützlinge unterstützen, indem sie auch die Lieblingspflanzen der
Nützlinge anpflanzen. 
Nützlingshotels, ein kleiner Holzstoß, ein Steinhaufen oder Natursteinmauern sind weitere Möglichkeiten, Nützlinge in den Garten zu holen.

Brutplätze und Nahrung für Vögel können durch Hecken mit einheimischen Gehölzen oder
Obstbäumen mit Nistkästen geschaffen werden.

Schneckenplage: Was tun?

Besonders lästig und frustrierend können massenhaft auftretende Nacktschnecken sein.

Die schnelle, tödliche Wirkung von Schneckenkorn mag zum Schutz von kleinen Pflänzchen von Vorteil sein. Die Wirkstoffe Methiocarb und Methaldehyd sind jedoch für Vögel, Igel und andere Nützlinge, wie z.B. den Laufkäfer, tödlich. Hunde und Katzen können ebenfalls vergiftet werden.

Es gibt eine relativ harmlose Alternative mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat. Noch umweltfreundlicher ist der Einsatz von Schneckenzäunen.

Je mehr Gartenbesitzer/innen sich für eine naturnahe Bewirtschaftung ihres Gartens entscheiden, desto eher stellt sich nach einer Übergangszeit ein Gleichgewicht zwischen erwünschten und unerwünschten Gartenmitbewohnern ein.

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Foto: Dr. Werner Gamerith
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