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am 29. März

Enknachweg bedroht

Manfred Hackl - Wir Grünen wehren uns gegen eine weitere Naturzerstörung in Braunau. Ein Teil des beliebten Enknachweges im Tal soll zur Straße werden.

Manfred Hackl: "Dieser Teil des Weges ist bedroht."

Der Weg entlang der Enknachleiten, zwischen Lannermühle und Schießstand, gehört zu den beliebtesten und schönsten Spazierwegen in Braunau. Zu jeder Jahreszeit genießen Menschen jeden Alters dort die idyllische Natur. Ein Teil dieses Uferbereichs soll nun einer Straße weichen, weil die Brücke, zwischen dem Kleinkraftwerk und der sanierten Lannermühle mit den betreubaren Wohnungen, neu gebaut werden soll.

Es stimmt, dass die Brücke über dem Wehr ist in einem sehr schlechten Zustand ist. Der Asphalt ist zerbrochen und das Geländer nicht mehr sehr vertrauenserweckend. Und sie ist eine Engstelle, die seit jeher nur einspurig befahrbar ist. Trotzdem können wir nicht hinter dem Plan stehen der dort verfolgt wird, weil damit ein wertvolles Stück Natur stirbt.

Der Plan von Bürgermeister Waidbacher und der Stadtverwaltung sieht vor, eine neue, breitere Brücke zirka 30 Meter flussaufwärts zu errichten. Dafür würden 30 Meter des jetzigen Gehweges in eine zweispurige Straße, Breite 5 Meter für die Fahrbahn und 1,5 Meter für einen Gehsteig, umgebaut.

Als Konsequenz müssten dort dutzende Bäume und Büsche am Ufer gerodet werden. Der durch die zahlreichen Quellen an der Böschung, feuchte und unsichere Untergrund, müsste mit tonnenweise Schotter aufgefüllt werden.

Damit wird wieder ein Stück Natur zu asphaltiert, der Lebensraum der Wasservögel verkleinert, das Spazier- und Erholungsvergnügen eingeschränkt.

Manfred Hackl:

Wenn vielleicht auch technisch schwieriger, wäre es weit umweltverträglicher und ressourcenschonender, die Brücke über dem Wehr zu sanieren.

Wenn die Brücke einspurig und damit eine Engstelle bleibt, bremst das den Verkehr und viel Durchzugsverkehr wollen wir in diesem schönen Eck ohnehin nicht haben.

Die ersten Beschlüsse für diese Naturzerstörung, nämlich der Auftrag für die Detailplanung, wurden bereits mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ gegen den Widerstand der Grünen getroffen.

Aber es ist noch nicht zu spät. Wir hoffen, dieses unsinnige Vorhaben noch aufhalten zu können, bevor die Bäume gefällt werden und die Bagger rollen. 

 

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