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am 6. Juli

Dürftige Stellungnahme der Stadt Braunau zur Erweiterung Industriepark Braunau-Neukirchen

Manuel Parfant - In der kommenden Gemeinderatssitzung am 9. Juli 2020 steht die Stellungnahme der Stadt Braunau zur Erweiterung des Industrieparks Braunau–Neukirchen zur Debatte.


"Nach der Erweiterung des Industrieparks um 72,4 ha im März 2019 und dem Verkauf von 38 ha an die AMAG im Dezember 2019 folgen nun die nächsten Schritte. Die Gemeinde Neukirchen an der Enknach hat am 10. Februar die Umwidmung der Waldflächen in ‚Industriegebiet‘ eingeleitet. Mit einem Schreiben vom 22. Mai wird die Stadt Braunau von der Gemeinde Neukirchen um eine Stellungnahme zur Umwidmung ersucht“, erklärt GR DI Manuel Parfant, Obmann des Umweltausschusses.

 

„Die Stellungnahme fällt leider sehr dürftig aus, es wurde nämlich keine einzige Einwendung abgegeben“, zeigt sich GR DI Manuel Parfant verwundert. „Leider wurde vom Bürgermeister die Chance nicht ergriffen, sich für die Anliegen und Wünsche der Bevölkerung einzusetzen. Es wäre das Mindeste gewesen, eine Aufforstung in den Gemeinden Braunau und Neukirchen zu fordern und den Schutz der verbleibenden Waldflächen sicherzustellen“, betont GR DI Manuel Parfant.


„Bei der Erweiterungsfläche handelt es sich um alle Waldgrundstücke zwischen der Industrieparkstraße und dem Rennerweg beim Wildschweingehege. Das entspricht einer Fläche von ca. 98 Fußballfeldern. Durch diese Waldgebiete verlaufen auch die beliebten Lauf- und Walkingstrecken, die besonders in der Corona-Zeit von zahlreichen Fußgängern, Läufern und Walkern frequentiert wurden. Dieses beliebte Freizeitareal kann nicht ersatzlos der Industrie geopfert werden.“, zeigt sich GR DI Manuel Parfant verärgert.


„Ein weiteres Problem ist die Ausrichtung der Rodungsfläche in Richtung Westen. Derzeit grenzt ein robuster Mischwald an die Industrieparkstraße. Nach der Rodung ist der verbleibende Wald, der großteils aus einer Fichtenmonokultur besteht, den Stürmen schutzlos ausgeliefert. Es ist zu befürchten, dass die restliche Waldfläche zwischen dem Rennerweg und der B147 durch die nächsten Stürme gefällt wird und dadurch die Emissionen aus dem Industriepark ​



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