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am 1. Juli

Die Lebensqualität in der Innenstadt erhöhen

Elke Gapp Gemeindegruppen-Sprecherin, Manfred Hackl - Man muss die Braunauer Innenstadt beleben und deren Aufenthalts- und Wohnqualität erhöhen. Eine weitgehend autofreie Innenstadt ist unsere Zielvorstellung für Braunau.


Über viele Jahrzehnte wurde bei der Stadtplanung das Augenmerk auf den Autoverkehr gelegt. Es wurden - und werden noch immer – Parkplätze geschaffen und der Straßenraum an die Bedürfnisse der AutofahrerInnen angepasst. ​

Darunter hat die Aufenthalts- und Wohnqualität unserer schönen Stadt erheblich gelitten. Viele der Fahrzeuge die täglich durch unseren Stadtplatz fahren tätigen weder einen Einkauf noch eine sonstige Erledigung, da rund 60% des Autoverkehrs Durchzugsverkehr ist. 

 

Den Grünen Braunau ist es ein großes Anliegen die Innenstadt zu beleben und die Aufenthalts- und Wohnqualität in der Innenstadt zu erhöhen. Daher ist eine weitgehend autofreie Innenstadt unsere Zielvorstellung für Braunau.

 

Durch entsprechende Begleitmaßnahmen können der Stadtplatz und die Altstadt sowohl für Besucher als auch Geschäftstreibende und Altstadtbewohner attraktiver werden. Dazu gehört unter anderem der Citybus-Betrieb auch am Samstag, Leihräder und innovative Möglichkeiten, sperrige oder schwere Einkäufe nach Hause zu bringen.

 

Die Pflanzung von Bäumen am Braunauer Stadtplatz – die von allen Gemeinderatsfraktionen befürwortet wird – wird zusätzlich zur Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beitragen. Darüber hinaus muss der durch Gratisparkplätze jetzt schon gegebene Wettbewerbsvorteil von Einkaufszentren auf „der grünen Wiese“ relativiert werden, indem diese Einkaufszentren endlich eine Verkehrserregerabgabe leisten müssen.

 

All diese Maßnahmen führen dazu, dass Menschen sich wohlfühlen und sich wieder gerne in der Innenstadt treffen. Das beste Beispiel dafür ist der Braunauer Wochenmarkt am Mittwochvormittag, an dem ein großer Teil des Stadtplatzes für AutofahrerInnen gesperrt ist. An diesem Tag ist die Frequenz am Stadtplatz am höchsten.

 

Stellen wir uns vor in einem der vielen Schanigärten zu sitzen, um etwas zu essen oder zu trinken und sich mit jemanden zu unterhalten, ohne von Autoabgasen und Lärm belästigt zu werden.

 

Stellen wir uns den autofreien Stadtplatz vor, an dem es wieder möglich ist, dass Kinder gefahrlos ein paar Meter laufen können, in dem Menschen und Bäume das Bild dominieren anstatt Autos und Parkplätze.

 

Richtungsweisend zur Erreichung einer verkehrsberuhigten Innenstadt wird die Umgestaltung der Salzburger Vorstadt, die 2021 ansteht. Nach der Errichtung des Krankenhausparkhauses, dem grundlegenden Umbau des Hitlerhauses und weiteren privaten Bauvorhaben in diesem Bereich besteht die Chance, die Einfahrtssituation von der Salzburger Straße in die Salzburger Vorstadt gänzlich neu zu gestalten.

 

Ziel dabei muss sein, den Durchzugsverkehr von Süden nach Simbach aus der Salzburger Vorstadt und damit vom Stadtplatz weg zu bekommen, indem dieser Autoverkehr über die Ringstraße abgeleitet wird. Der Fläche zwischen Parkhaus und altem Kino soll zu einem begrünten Platz mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Der Radweg aus der Ringstraße soll zum Krankenhaus und weiter zum Naherholungsgebiet im Tal durchgezogen werden. Die Parkplätze in der Salzburger Vorstadt sollen reduziert oder ganz aufgelassen werden, um Platz für Schanigärten zu schaffen. Der Eissalon Bacili, die Konditorei Sailer, Julias Snackothek, das Felix und ein neuer Mieter in der ehemaligen Altdeutschen Weinstube könnten mit ihren gemütlichen Schanigärten diese (Fußgänger-)Zone zu einem neuen Gastronomiezentrum in Braunau werden lassen.

Von dieser fußläufigen Kundenfrequenz würden die Geschäfte wohl mehr profitieren als von vorbeifahrenden Autos.




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