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am 15. Juli

Ja zum Frauenhaus Braunau

Elke Gapp Gemeindegruppen-Sprecherin - Besseres Konzept für das Braunauer Frauenhaus

Wir befürworten ein Frauenhaus in Braunau und wir setzen uns für die Erhaltung von naturbelassenen Grünflächen in Siedlungsgebieten ein.​

Im Gemeinderat sollte die Einleitung der Umwidmung einer Grünfläche in Bauland beschlossen werden, um dort ein Frauenhaus zu errichten. Die Grünen Braunau haben mehrheitlich gegen diese Umwidmung gestimmt, da es sehr wohl Alternativen zu dem, aus unserer Sicht, nur bedingt geeigneten Standort gibt.

Nachdem der SPÖ Stadtrat Wolfgang Grabner-Sittenthaler das bis jetzt geltende ungeschriebene Gesetz gebrochen hat und öffentlich verkündet hat, dass an dem Standort ein Frauenhaus gebaut werden soll, ist der Standort für ein Frauenhaus, das auf den Grundsatz der Anonymität aufbaut, auch aus diesem Grund sehr fraglich.

 

Der von der Gemeinde präferierte Standort ist nicht alternativlos, sondern aus unserer Sicht ein „Notstandort“, da sich dieses Grundstück zufällig in Gemeindeeigentum befindet.


Wir sind enttäuscht von all jenen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, die es nicht der Mühe wert finden, sich die von uns vorgeschlagenen Alternativen näher erläutern zu lassen, und jetzt die Unwahrheit verbreiten, dass wir gegen ein Frauenhaus sind.

 

  • Es gibt Alternativen zu dem oben genannten Standort, vor allem wenn ein offenes Frauenhauskonzept gewählt wird.

 

  • Es gibt erprobte offene Frauenhauskonzepte, welche die Adresse nicht geheim halten, sondern allein durch Sicherheitsmaßnahmen und teilweise aktive Einbindung der Nachbarschaft die Sicherheit der Frauen und Kinder sicherstellen. Diese offenen Konzepte werden oftmals in Mehrparteienhäusern verwirklicht.

 

In Braunau sind mehrere Mehrparteienhäuser in Planung. Der Zeitpunkt ist also ideal um schon im Planungsstadium die Anforderungen für die Unterbringung eines „Frauenhauses“ in einem Mehrparteienhaus miteinzubeziehen.

 

Dieses Frauenhauskonzept bringt für die Frauen und Kinder viele Vorteile. Es reduziert unter anderem den Stress, da vor allem auch die Kinder auf keinen Fall die Adresse preisgeben dürfen. Den Frauen, Kindern und der Gesellschaft wird die klare Botschaft vermittelt, dass häusliche Gewalt ein soziales und kein individuelles Problem ist. Frauen sollen sich nicht schämen und verstecken müssen!

 

Wir wollen ein Frauenhauskonzept in dem die Frauen sicher, sichtbar und selbstbestimmt sind, und nicht am Rande einer Grünfläche hinter einem hohen Zaun oder Mauer versteckt werden.

 

Aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen in der Beratung von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen präferiere ich ein offenes Konzept. Dies ist natürlich keine Bedingung, dass die Grünen Braunau einem Frauenhaus zustimmen, aber wir wollen die beste Lösung für die ohnehin durch Gewalterfahrungen traumatisierten Frauen und Kinder


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